SHANTI. Sri Lanka.
Beim Carrom-Spiel, einer Art Fingerbillard, mit Urwaldgeistern

SHANTI. Sri Lanka.

Der Sommer 2011 in München war arbeitsintensiv. Als Grafiker für die deutsche "Yellow Press" war ich fast täglich im Einsatz und die Kunst war weit. Darum gönnte ich mir im November 3 Wochen Auszeit und zog mit dem Rucksack durch Sri Lanka.

 

Was für ein bezauberndes und exotisches Fleckchen Erde. So groß wie Bayern bildet die Insel die Form einer Träne. 

 

Hin und wieder bin ich der einzige Europäer weit und breit. Herzlichen Dank an die stets lächelnden Menschen. Die riesige eierlegende Schildkröte am Strand von Hikkaduwa, der große Warran am Ufer, die tausend Streifenhörnchen, Flughunde, Pfauen, Pelikane und Schlangen inspirieren mich sehr. Meine Spinnen-Phobie ist Geschichte, nachdem eine handgroße Riesenspinne ein Guesthouse mitbewohnt. 

 

Während meiner Zeit in Hikkaduwa und Weligama im Süden spüre ich die Präsenz von prallem Leben und dem Tod. Die Palmen, Bäume und Sümpfe verschmelzen dort mit der Küste. Fischer stechen mit ihren hölzernen Auslegerbooten durch die Brandung in See. Die letzten Ausläufer des Monsuns bringen während meines Aufenthalts den heftigsten Sturm seit zwanzig Jahren. Und während die jungen Leute versuchen, ihre auf Stelzen ins Meer gebaute Strandbar zu retten, kehren ein paar Fischerboote nicht mehr zurück. Verlassene Ruinen am Strand erinnern an den vernichtenden Tsunami im Jahr 2004, bei dem 30000 Menschen in Sri Lanka ums Leben kamen. Die Küstenstraße im Süden führt an vielen Gräbern und Gedenkstätten vorbei.  

 

"Shanti. Frieden. So soll es sein, damit lebst du", erklärt ein junger Designer in Hikkaduwa und zeigt mir lächelnd drei T-Shirts, die er für mich gefertigt hat.

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Galerie Freiraum 117, Impression zu später Stund'

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